Lucio Fontana geb. am 19. Februar 1899 in Rosario, Argentinien; † 7. September 1968 in Comabbio bei Varese) war ein italienischer Avantgardekünstler der ersten Nachkriegsgeneration, der durch seine Schnittbilder weltberühmt wurde.
Im Jahr 1905 siedelte Fontana mit seinen italienischen Eltern – sein Vater war Bildhauer – von Argentinien nach Mailand über. An der Baugewerbeschule in Mailand studierte er von 1914 bis 1915 und wurde 1918 Diplomingenieur. Früh schloss sich Fontana der faschistischen Bewegung an und ist bereits 1920 als Mitglied der Fasci di combattimento bezeugt. Von 1922 an lebte Fontana wieder einige Jahre in Argentinien, arbeitete im Bildhaueratelier des Vaters mit und war dort kurzfristig als Ingenieur und länger als Bildhauer tätig.
1928 kehrte er nach Italien zurück und studierte an der Accademia di Brera in Mailand als Schüler von Adolfo Wildt. Die bildhauerischen Arbeiten dieser Zeit weisen eine Vorliebe für klare Konturen und einen flächenhaften Aufbau auf.